In Stromversorgungssystemen und verschiedenen elektrischen Geräten sind Überspannung und Blitzeinschläge zwei der häufigsten und zerstörerischsten Sicherheitsrisiken. Um diese Risiken zu mindern, werden Überspannungsschutzgeräte (SPDs) undBlitzableiterwerden typischerweise in technischen Anwendungen installiert.
Obwohl es sich bei beiden um elektrische Schutzgeräte handelt, weisen sie erhebliche Unterschiede in ihren Schutzobjekten, Funktionsprinzipien und Anwendungsszenarien auf und können nicht einfach ausgetauscht oder ersetzt werden.
Überspannungsschutzgeräte, auch Überspannungsschutzgeräte (SPDs) genannt, werden hauptsächlich zum Schutz vor Überspannungen verwendet, die im Stromnetz entstehen, wie zum Beispiel:
Betriebsüberspannung (Einschalten, Ausschalten, plötzliche Lastwechsel)
Induzierte Überspannung
Blitzbedingte Überspannungen (undirekte Blitzeinschläge)
Funktionsprinzip
Wenn die Systemspannung im normalen Bereich liegt, befindet sich der Überspannungsschutz in einem hochohmigen Zustand und hat nahezu keinen Einfluss auf den Systembetrieb;
Sobald die Netzspannung augenblicklich ihren zulässigen Wert überschreitet, leiten die nichtlinearen Komponenten im Inneren des Schutzgeräts die überschüssige Energie schnell, leiten sie um, klemmen sie fest oder absorbieren sie, wodurch die Spannung am Geräteende auf einen sicheren Bereich begrenzt wird.
Zu den üblichen Funktionskomponenten gehören:
Metalloxid-Varistor (MOV)
Gasentladungsröhre (GDT)
Siliziumgesteuerter Gleichrichter (SCR)
Typische Installationsorte
Ende der Eingangsleitung des Stromverteilerschranks
Sammelschienensystem
Frontend von Präzisionsgeräten (SPS, Instrumente, Kommunikationsgeräte usw.)
Seine Hauptfunktion besteht darin, die Überspannungsamplitude zu reduzieren und die Geräteisolierung und interne elektronische Komponenten zu schützen.
Blitzableiter dienen vor allem dem Schutz vor direkten Blitzeinschlägen und starken Blitzüberspannungen. Dabei steht nicht die „Begrenzung der Spannung“ im Vordergrund, sondern die schnelle Ableitung des Blitzstroms.
Wenn ein Blitz in eine Übertragungsleitung oder ein Gebäude einschlägt, kann der Blitzableiter in sehr kurzer Zeit einen Kanal mit niedriger Impedanz bilden, der die enorme Blitzenergie direkt auf den Boden umleitet und verhindert, dass der Blitzstrom durch den Gerätekörper oder die Gebäudestruktur fließt, wodurch Folgendes reduziert wird:
Geräteausfall
Isolationsschaden
Gefahr eines Stromschlags für das Personal
Ohne Blitzeinschlag oder unter normalen Betriebsbedingungen nimmt der Blitzableiter grundsätzlich nicht am Netzbetrieb teil.
Stift-Blitzableiter
Metalloxid-Überspannungsableiter (lückenloser Typ)
Typische Anwendungsszenarien
Übertragungs- und Verteilungsleitungen
Blitzschutzanlagen für Gebäude
Elektrische Außenanlagen
Bei Blitzableitern liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz vor direkten Blitzeinschlägen und der Energiedissipation und nicht auf einer präzisen Spannungsregelung.
| Vergleichsaspekt | Überspannungsschutz (SPD) | Blitzableiter |
|---|---|---|
| Hauptschutzziel | Interne Systemüberspannung und Überspannung | Direkte Blitzeinschläge und hoher Blitzstrom |
| Primäre Funktion | Begrenzt die Spannungspegel zum Schutz der Ausrüstung | Entlädt Blitzenergie schnell zur Erde |
| Betriebszustand | Wirkt häufig während des Systembetriebs | Funktioniert hauptsächlich bei Blitzereignissen |
| Energiehandhabungsmethode | Absorbiert, klemmt oder leitet Überspannungsenergie ab | Leitet Blitzstrom direkt zur Erde |
| Typischer Installationsort | Verteilertafeln, Schalttafeln, Geräteeingänge | Stromleitungen, Umspannwerke, Blitzschutzanlagen für Gebäude |
| Austauschbarkeit | Nicht austauschbar | Nicht austauschbar |
In der praktischen Technik werden Überspannungsschutz und Blitzableiter häufig in Kombination und nicht als Entweder-Oder-Lösung eingesetzt:
Blitzableiter: Verantwortlich für „Blockieren und Umleiten von Blitzen“
Überspannungsschutz: Verantwortlich für die „Abschwächung von Restüberspannungen und den Schutz empfindlicher Geräte“
Nur durch den Aufbau eines abgestuften Schutzsystems können die Sicherheit und Stabilität des elektrischen Systems angesichts der doppelten Risiken von Blitzeinschlägen und Systemüberspannungen wirklich verbessert werden.